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Dienstag, 20. Dezember 2011

Proudly present: Singer V.S. 3 (28) von 1890

Zum 50. Geburtstag wollte ich mir eine neue Nähmaschine schenken. Da ich einem Angebot für meine Janome aber bereits im zarten Alter von 47 erlegen bin, war ich nun im Zugzwang. Also was liegt näher, als mich endlich um einen langgehegten Wunsch zu kümmern und die Augen nach einem Vintage Maschinchen mit Handkurbel aufzuhalten. Gesagt, getan, gefunden! Und nun ist sie schon da! Und schöner, als ich es mir je träumen ließ. Natürlich hat die alte Dame aufgrund ihres hohen Alters ein paar optische Macken, aber die sind absolut akzeptabel. Ganz im Gegenteil: Hier war der Fotograf wenig gnädig. Hat man sie im zarten Licht vor sich, sieht sie wirklich gut aus. Das sie wenig genutzt wurde, zeigt auch die Verzierung. Die ist nahezu unbeschädigt. Am Anfang dachte ich erst, sie hätte Macken im schwarzen Lack. Rercherchen haben aufgeklärt, dass es sich hier um eine spezielles Oberflächendesign, Black crinkle, handelt.

Soweit ich bisher herausfinden konnte, handelt es sich wohl um eine Maschine aus der Modellreihe 28, V.S.3. Aufgrund der Seriennummer wurde sie 1890 in Elizabeth, New Jersey USA, hergestellt. Für mich völlig neu ist die Technik mit dem langen Schiffchen. Da muss ich mich erstmal zu einfinden. Auf jeden Fall brauche ich im ersten Schritt die passenden langen Spulen und dann sehen wir weiter. In Great Britain habe ich schon einen Händler gefunden, wo ich sie bekommen kann. Im Trockentest läuft sie jedenfalls ruhig, ohne Geräusche oder sonstigen Behinderungen. Mit viel Glück, ein bisschen Öl und Geduld, werde ich sie bestimmt zum Laufen bringen. Das wird schöööön....

Übrigens: Bei den Recherchen habe ich viele Seiten im Netz gefunden, wo man das Herstellungsjahr seiner Maschine rausfinden kann.

Hier z.B. : http://www.sewalot.com/dating_singer_sewing_machine_by_serial_number.htm

Und hier gibt es jede Menge Manuals und technische Zeichnungen:

http://www.ismacs.net/free-sewing-machine-manuals-list.html


So - und nun lange genug der Ankündigung - seht selbst....













Und wohin das Öl??






Und wie der Unterfaden bei so einem alten Schätzchen aufgespult wird, habe ich auch gefunden. Ist das Internet nicht herrlich??



Freitag, 2. Dezember 2011

Handquilting - Jean Brown zeigt wie Aunt Becky funktioniert

Aunt Becky ist ein wirklich geniales Teil, mit einem klitzekleinen Nachteil: Die Nadeln arbeiten sich schnell ab. Ansonsten funktioniert es mit ein bisschen Übung wirklich gut.


Handquilting - Rahmen fürs lap quilting von Harry Barnett

Da bin ich heute mal wieder auf der Suche nach dem Link von Jean Brown gewesen und fand bei youtube Quiltrahmen von Barnett. Noch nie vorher gehört. Aber schaut mal, welche genialen Rahmen er hat! Neben den Rahmen für den Schoß bietet er auch noch Standrahmen an. Der neigungsverstellbare Rahmen mit drehbarem Rahmen hat es mir echt angetan! Die sehen doch absolut fantastisch verarbeitet aus - oder? Sie liefern auch nach Deutschland. Leider sind die Versandkosten sehr hoch...grrr....


Der Link zur Website ist: http://www.laptophoops.com/


Sonntag, 5. Juli 2009

Stangenquiltrahmen

Es ist vollbracht! Noch rechtzeitig, bevor ich auch den letzten Rest von den Fingerfertigkeiten aus dem Esther Miller Quiltkurs wieder verlernt habe, ist mein Stangenrahmen aus Buchenholz, dank seelischer Unterstützung einer sehr geduldigen Quiltfreundin und mit Hilfe von Göga, endlich fertig geworden.



Damit ihr mal einen ungefähren Überblick über das eingesetzte Material bekommt, hier eine Aufstellung, was alles verbaut wurde:

  • 1 Buchenbrett, 60 x 50 cm, für die seitlichen Halterungen (12 €)
  • 2 Quadratleisten Buche, 5 x 5 cm, (17 €)
  • 2 Rechteckleisten Buche, 5 x 3 cm (12 €)
  • 4 Konsolenhalterungen Buche (20 €)
  • 1 Buchenleiste für Querverbindung zum stabilisieren (10 €)
  • 3 Rundstäbe Buche, D 3,5 cm, Länge 190 cm (45 €)
  • 4 Möbelfüße zum rollen (2 davon feststellbar) (12 €)
  • 6 Möbelknöpfe Porzellan v. Ikea (12 €)
  • 4 Augbolzen zum fixieren der beiden drehbaren Stangen (20 €)
  • Unterlegscheiben, Ringschrauben, Schlossschrauben, Druckfedern, Flügelschrauben, Spanplattenschrauben (ca. 25 €)
  • Natur-Effekt-Lasur "Linde matt" (10 €)

Alle Schrauben, Muttern und die Augbolzen sind M6. Die Seitenhalterungen habe ich mir in einer Schreinerei aus dem Buchenbrett zusägen lassen. Kosten: 65 €




Rechnet man die Kosten nun zusammen, komme ich auf einen Betrag von ca. 260 Euro. Tja, das hat sich nun doch ganz schön zusammengeläppert. Deshalb habe ich mir die Spannklammern bei Esther nicht mehr bestellt. Die kosten nochmals über 8 Euro/Stück und vier würde ich benötigen. Stattdessen habe ich Verschiedenes ausprobiert und bin letztendlich mit der Variante der Hosenspannern erstmal zufrieden. Die halten sehr gut. Mal sehen, wie sie sich bewähren.

Der größte Aufwand von allem war eigentlich, das Material zusammen zu bekommen :-(
Ich war in sieben unterschiedlichen Baumärkten und das teilweise mehr als einmal, da immer wieder was fehlte oder wir doch was anders machen mussten. Das Sortiment in den Baumärkten ist - gerade was die Schrauben etc. angeht - sehr überschaubar und nur auf Standards ausgerichtet. Hier wäre ein Eisenwaren-Fachgeschäft dienlich gewesen. Leider haben wir keines mehr in der Nähe. Die Augbolzen habe ich von einem Geschäft, das auf Bootszubehör spezialisiert ist. Vielleicht ersetze ich die anderen Ringschrauben auch noch mit passenden Augbolzen. Die sind einfach perfekt, weil sie die Unterlegscheibe sozusagen schon fest dran haben. Die Buchen-Rundstäbe gab es z. B. hier nur im Bauhaus und auch nur in einer Länge. Nein, nicht ganz. Holzland Becker hat sie auch in 270cm Länge, für ca. 45 Euro pro Stück!



Hier noch ein paar Bilder, die ich während dem Aufspannen gemacht habe. Ob das alles so richtig ist, wird sich nun im Laufe der Arbeit zeigen.






Aber es scheint o.k. zu sein. Die ersten Stiche sind gemacht und ich komme gut mit zurecht.




Optimiert wird jetzt noch mit zwei weiteren Konsolen zum abstützen der Querverbindung, damit der Rahmen noch stabiler wird und einer Lampe mit Schwenkarm und Tageslichtbirne.

Und - oh Freude, ich habe bereits das Material für den Quiltrahmen-Caddy im Haus. Der kostet von Jasmine Heirloom 150 Euronen und ich habe für das Buchematerial gerade mal 20 bezahlt. Ich werde da in Kürze mal dran gehen. Bericht und Bild folgt dann.


So, nun kann es losgehen! Als erstes wird mein Sampler aus dem Quiltfriends-Onlinekurs angegangen. Wäre doch gelacht ;-)




Montag, 25. Mai 2009

Meine neue Freundin




... und mein ganzer Stolz! Man kann auch sagen: "nicht gesucht - und trotzdem gefunden".

Schon seit einiger Zeit bin ich am recherchieren, um welches Modell zum Anlass meines runden Geburtstages (der erst in 2 1/2 Jahren ist) mein Fuhrpark aufgestockt werden kann. Warum ich jetzt schon stöberte? Naja - frau muss ja gewappnet sein, wenn das richtige Angebot ins Haus flattert. Das es nun so schnell gehen würde, daran konnte ich ihm Traum nicht glauben. Eigentlich bin ich beim googeln nur über ein Angebot für eine Gebrauchtmaschine gestolpert. Der Händler sagte mir am Telefon, dass diese Maschine aus seinem Shop leider schon reserviert ist, er mit aber ein Angebot für eine Nagelneue machen könne. Das es ein Lockvogelangebot ist, war ziemlich schnell klar! Aber egal. Das Angebot, dass er machte, war unschlagbar! Mein Herz kkopfte, mein Puls raste und nach einer Nacht Bedenkzeit griff ich zu. Bedenken hatte ich eigentlich nur, dass ich sie nie zuvor getestet hatte. Da aber die Referenzen für das Maschinchen ausnehmend gut waren, gab es keinen Grund, mich (selbst) länger zappeln zu lassen. Und nun ist sie schon längstens zuhause und ich möchte sie euch vorstellen:

Janome Memory Craft 6600P, ein kleines Kraftpaket mit einer Stichleistung von bis 1.000 Stichen pro Minute, Kniehebel, großem Anschiebtisch und jede Menge Zubehör. Das Display ist selbsterklärend und führt ohne große Anlaufschwierigkeiten durchs Menü. Sehr angenehm ist das duale Nählicht - bin ich doch ein Grottenolm ;-). Den Stich-Customizer konnte ich noch gar nicht ausprobieren, da ich bisher kaum zum testen der Maschine kam. Ansonsten, was ein Quilterherz erfreuen kann, ist der bei dieser Maschine eingebaute Industrie-Full-Size-Obertransport mit regelbarem Differential. Ich habe letzte Woche noch einiges an Zubehör in Schottland bestellt. Darunter ein Spezialfuß zum Nahtschattenquilten mit Differential, ein spezieller Fuß zum Freihandquilten und eine speziell eingestellte Spulenkapsel. Bin ja mal gespannt! Derzeit sind die Bristischen Pfünde für uns so sensationell günstig, dass mir die Entscheidung für weiteres Zubehör, dass das Quilten erleichtern soll, nicht schwer gefallen ist. Ein umfassendes Tutorial für dieses Prachtstück gibt es übrigens bei der Hobbyschneiderin!